Private KI-Notizassistenten: 10 Fragen, die du vor der Aufnahme stellen solltest

Video · 2:06Datenschutz in Kimiko: standardmäßig lokal, Cloud nur, wenn du willstAuf YouTube ansehen

Jeder KI-Notizassistent sagt von sich, dass ihm Datenschutz wichtig ist. Hilfreicher ist eine engere Frage: Durch wessen Hände geht dein Gespräch zwischen dem Moment, in dem du auf Aufnahme drückst, und dem Moment, in dem du die Zusammenfassung liest? Je weniger Beteiligte und je klarer die Antwort, desto privater das Tool.

Diese Checkliste lässt sich auf jeden Notizassistenten anwenden, auch auf unseren. Am Ende haben wir aufgeschrieben, wie Kimiko jede Frage beantwortet, mit den Grenzen gleich daneben.

„Kein Bot“ und „privat“ sind zwei verschiedene Dinge

Ein Notizassistent ohne Bot nimmt über deinen eigenen Computer auf, deshalb sieht niemand einen weiteren Gast in Zoom, Teams oder Meet. Das ändert, wie die Besprechung aufgenommen wird, sagt aber nichts darüber, wohin das Audio danach geschickt wird, wer das Transkript speichert oder ob jemand damit seine Modelle verbessert.

Etliche Tools ohne Bot laden das Audio für die Transkription in die Cloud hoch. Manche Tools mit Besprechungs-Bot bieten gute Verträge und Kontrollmöglichkeiten. Sieh „ohne Bot“ also als Komfort und als Rücksicht auf die anderen in der Besprechung, und stell dann zu allem, was danach passiert, die folgenden Fragen.

Die 10 Fragen

Berufsorganisationen stellen der Anwaltschaft weitgehend dieselben Fragen, bevor ein KI-Tool in die Nähe von Mandantengesprächen darf. Die Stellungnahme der New York City Bar von 2025 zu KI-Notizassistenten verweist darauf, wo Daten gespeichert werden und wie lange, ob sie für das Training genutzt werden und ob sie sich löschen lassen. Die Law Society of England and Wales ergänzt, wo sie verarbeitet werden, wer sie verarbeitet und wer darauf zugreifen kann. Das sind gute Fragen für alle, die vertrauliche Gespräche führen.

1. Wo wird aus dem Audio Text?

Die Transkription braucht das vollständige Audio der Besprechung, einschließlich der Stimmen aller anderen. Läuft sie auf den Servern eines Anbieters, verlässt dieses Audio deinen Computer. Läuft sie mit einem Spracherkennungsmodell auf deinem Computer, muss es ihn nicht verlassen.

Eine gute Antwort nennt den Ort: „auf deinem Gerät mit einem heruntergeladenen Modell“ oder „auf unseren Servern in einer konkret benannten Region, über einen konkret benannten Anbieter“.

2. Wo werden Zusammenfassung und Chat-Antworten geschrieben?

Spracherkennung und die KI, die Zusammenfassungen schreibt, sind oft getrennte Schritte. Ein Tool kann lokal transkribieren und trotzdem das ganze Transkript an ein KI-Modell in der Cloud schicken – für die Zusammenfassung, die Aufgabenliste und jede Chat-Antwort. Frag zu jedem Schritt einzeln nach.

3. Wo werden die Notizen gespeichert, und sind sie verschlüsselt?

Achte auf eine klare Antwort: auf deinem Computer, in der Cloud des Anbieters oder beides. Frag dann, ob dieser Speicher verschlüsselt ist, wer die Schlüssel verwahrt und ob die Synchronisierung mit anderen Geräten standardmäßig eingeschaltet ist.

4. Wird die Aufnahme aufbewahrt, und wie lange?

Zum Weiterarbeiten reicht meist das Transkript. Behältst du zusätzlich das Audio, musst du eine sensible Datei mehr schützen. Wähle lieber Tools, bei denen du selbst entscheidest, ob Audio gespeichert wird, und bei denen du die Aufbewahrungsfrist sehen kannst.

5. Werden deine Inhalte genutzt, um Modelle zu trainieren oder zu verbessern?

Lies in der Datenschutzerklärung und den Nutzungsbedingungen nach, was zu Training, „Verbesserung des Dienstes“ und Prüfung durch Menschen steht. Achte darauf, ob sich die Antwort zwischen kostenlosen und bezahlten Tarifen unterscheidet und ob ein Opt-out standardmäßig eingeschaltet ist oder ob du es erst suchen musst.

6. Welche anderen Unternehmen sehen die Daten?

Viele Notizassistenten bauen auf Spracherkennungs- und KI-Diensten anderer Unternehmen auf. Frag nach der Liste der Unterauftragsverarbeiter und danach, was jeder davon erhält. Auch Kalenderverbindungen, CRM-Synchronisierungen und Freigabelinks erweitern jeweils den Kreis der Beteiligten.

7. Was geht im Modus „lokal“ oder „offline“ noch online?

Auch lokale Tools laden Modelle und Updates herunter und prüfen eventuell eine Lizenz. Das ist normal. Wichtig ist, dass die App dir sagt, wofür jede Verbindung da ist, und dass keine davon deine Besprechungen überträgt, es sei denn, du hast eine Cloud-Funktion gewählt.

8. Kannst du das selbst prüfen?

Du solltest dich nicht blind auf eine Datenschutzseite verlassen müssen. Gute Anzeichen: eine Einstellungsseite, die zeigt, welches Modell welchen Schritt übernimmt, eine klare Kennzeichnung, wenn etwas in der Cloud läuft, und eine Möglichkeit, Verbindungen nach außen zu blockieren.

9. Kannst du alles exportieren und löschen?

Du solltest Notizen in einem offenen Format exportieren und eine Besprechung oder deine ganze Bibliothek löschen können, ohne dem Support zu schreiben. Frag, was mit Sicherungen und Exporten passiert, die meist separate Kopien sind.

10. Wie erfahren die anderen in der Besprechung davon?

Ein Notizassistent, der unauffällig über deinen Computer aufnimmt, überlässt es dir, den anderen Bescheid zu sagen. Die Regeln zur Einwilligung in Aufnahmen unterscheiden sich je nach Land und Bundesstaat, und viele Organisationen haben eigene Richtlinien. Sag zu Beginn, dass du KI-Notizen machst, und halte dich an die strengste Regel, die für die Besprechung gilt.

Eine Checkliste auf einer Seite

Frage Warum das wichtig ist Wo du nachsehen kannst
Wo wird Audio transkribiert? Im Audio steckt jede Stimme der Besprechung Einstellungen für Spracherkennungsmodelle, Datenschutzerklärung
Wo werden Zusammenfassungen und Antworten geschrieben? Das Transkript geht dorthin, wo das KI-Modell läuft KI- oder Modelleinstellungen, Liste der Unterauftragsverarbeiter
Wo werden Notizen gespeichert? Der Speicherort entscheidet, wer später darauf zugreifen könnte Datenschutzerklärung, Sicherheitsseite
Wird Audio aufbewahrt, und wie lange? Aufnahmen sind die sensibelste Kopie Einstellungen zu Aufnahme oder Aufbewahrung
Werden Inhalte für das Training genutzt? Durch Training können deine Inhalte über deine Besprechung hinaus weiterverwendet werden Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Tarifdetails
Welche Unternehmen sehen die Daten? Jedes Unternehmen bringt eigene Richtlinien und Risiken mit Liste der Unterauftragsverarbeiter, Integrationen
Was geht im lokalen Modus online? Auch „lokal“ sollte nachvollziehbar sein Netzwerk- oder Datenschutzeinstellungen, Dokumentation
Kannst du das selbst prüfen? Sichtbare Einstellungen sind besser als Versprechen Die Einstellungen der App selbst
Kannst du exportieren und löschen? Du behältst die Kontrolle, wenn du das Tool wechselst Exportoptionen, Funktionen zum Löschen einzelner Einträge und aller Daten
Wer sagt es den anderen? Die Regeln zur Einwilligung unterscheiden sich je nach Ort und Organisation Richtlinie deiner Organisation, Recht vor Ort

Wie wir diese Fragen in Kimiko beantworten

Wir haben Kimiko für Menschen entwickelt, die ihre Besprechungen lieber für sich behalten. Deshalb hier unsere Antworten, die Grenzen inklusive. Im Detail kannst du nachlesen, was auf deinem Computer bleibt.

Frage Kimikos Antwort
Transkription Standardmäßig transkribiert ein Spracherkennungsmodell, das du bei der Einrichtung herunterlädst, auf deinem Computer. Cloud-Spracherkennung (Deepgram oder ElevenLabs) ist optional und fragt nach, bevor sie zum ersten Mal genutzt wird.
Zusammenfassungen und Chat Die Integrierte KI schreibt Zusammenfassungen, vorgeschlagene Aufgaben und Chat-Antworten auf deinem Computer. Ein Cloud-Anbieter für KI ist optional und läuft über dein eigenes Konto.
Speicherung Notizen, Besprechungen und Aufgaben liegen in einer verschlüsselten Datenbank auf deinem Computer.
Aufnahme Audio aufbewahren steht anfangs auf Aus, das Audio wird also nicht gespeichert. Bei Bedarf kannst du eine Aufbewahrungsfrist wählen.
Training Lokale Modelle laufen auf deinem Computer, deine Inhalte gehen also nicht an die Herausgeber der Modelle. Bei Cloud-Spracherkennung nimmt Kimiko dein Audio vom Training aus, wo der Anbieter das pro Anfrage zulässt; es gelten die eigenen Bedingungen des Cloud-Anbieters.
Andere Unternehmen Bei lokaler Verarbeitung erhält kein anderes Unternehmen die Inhalte deiner Besprechungen. Kalenderverbindungen und Cloud-Anbieter sind optional, und jeder Dienst, den du hinzufügst, erhält, was die jeweilige Funktion braucht.
Was online geht Modell-Downloads, Updates und Lizenzprüfungen. Auch alles, was du verbindest, etwa ein Kalender, geht online.
Selbst prüfen Unter Einstellungen → Datenschutz & Daten stehen die Netzwerkziele, jedes als Lokal oder Internet gekennzeichnet. Der Nur-lokal-Modus blockiert Verbindungen, die über deinen Computer hinausgehen.
Exportieren und löschen Export als PDF, Word oder Markdown. Alle Daten löschen entfernt Kimikos Daten auf deinem Computer; deine Exporte und Sicherungen sind separate Kopien.
Den anderen Bescheid sagen Das liegt bei dir. Nichts in deiner Besprechungs-App kündigt Kimiko an, sag den anderen also, dass du Notizen machst.

Lokale Verarbeitung bringt Kompromisse mit sich. Sie hängt von deinem Computer ab: 16 GB RAM sind ein sinnvoller Ausgangspunkt, und größere Modelle brauchen mehr. Für manche Arbeit kann ein Cloud-Modell trotzdem die bessere Wahl sein. Deshalb ist es eine Option und keine Regel. Der Beitrag Wie lokale KI-Besprechungsnotizen funktionieren geht jeden Schritt durch.

Wann ein Cloud-Notizassistent die richtige Wahl ist

Cloud-Tools sind eine vernünftige Wahl, wenn die Besprechung nicht vertraulich ist und du Dinge brauchst, die ein einzelner Computer nicht gut kann: gemeinsame Arbeitsbereiche fürs Team, Notizen auf dem Smartphone oder einen Bot, der an einer Besprechung teilnimmt, bei der du nicht dabei sein kannst. Trifft das auf dich zu, nutze die Checkliste, um die angebotenen Verträge und Kontrollmöglichkeiten zu vergleichen. Unsere Vergleichsseiten zeigen, was andere Tools dazu veröffentlichen, mit Quellen und dem Datum, an dem wir nachgesehen haben.

Häufige Fragen

Ist ein KI-Notizassistent ohne Bot privater?

Nicht automatisch. „Ohne Bot“ beschreibt, wie die Besprechung aufgenommen wird: über deinen Computer, ohne weiteren Gast. Wie privat ein Tool ist, hängt davon ab, wo das Audio transkribiert, wo die Zusammenfassung geschrieben und wo die Notizen aufbewahrt werden.

Macht lokale Verarbeitung ein Tool DSGVO- oder HIPAA-konform?

Kein Tool ist von sich aus konform. Bleibt die Verarbeitung auf deinem Computer, kann das die Zahl der Unternehmen verringern, die mit deinen Daten umgehen. Das hilft bei vielen Pflichten, aber was du tun musst, hängt von deiner Rolle, deinem Standort und deinen Verträgen ab. Frag bei den Verantwortlichen für Datenschutz oder Compliance in deiner Organisation nach, bevor du sensible Gespräche aufnimmst.

Ist lokale KI gut genug für Besprechungsnotizen?

Oft schon. Es hängt vom Modell und von deinem Computer ab. Probier es mit einer kurzen, typischen Besprechung aus, während deine üblichen Apps geöffnet sind, und prüf dann Namen, Zahlen und Entscheidungen in der Zusammenfassung, bevor du dich darauf verlässt.

Muss ich den anderen sagen, dass ich einen KI-Notizassistenten nutze?

Meistens ja. Die Gesetze zur Aufnahme von Gesprächen unterscheiden sich je nach Land und Bundesstaat, und an vielen Arbeitsplätzen ist ein Hinweis ohnehin vorgeschrieben. Den anderen zu Beginn Bescheid zu sagen, ist die einfachste Regel, an die du dich halten kannst.

Lade Kimiko herunter und prüf die App selbst anhand der Checkliste. Kimiko kannst du kostenlos testen.

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